Im Test: Mpow Judge Bluetooth In-Ear mit super Sound

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Aktuell gibt es den Mpow Judge Bluetooth In-Ear für 14,69€ Amazon mit dem Gutschein SJ2T8JAM. Unser Geheimtipp in Sachen Bluetooth In-Ear Kopfhörer. Wer jetzt noch bestellt, kriegt es bei Amazon wohl noch rechtzeitig zu Weihnachten ;).

Der chinesische Hersteller Mpow verfügt, ähnlich wie Aukey oder Anker, über eine breite Produktpalette. Dazu gehören neben Kopfhörern aller Art auch Bluetooth Lautsprecher und eine Menge Smartphone-Zubehör. Mit den Mpow Judge hat uns der Shop einen günstigen Bluetooth In-Ear zur Verfügung gestellt.

  • Mpow Judge Bluetooth In-Ear
    • bei Amazon für 14,69€ (Gutschein: SJ2T8JAM)| AliExpress für 17,13€

Technische Daten

Bluetooth
Version 4.1

IP-Schutzklasse
IPX7

Gewicht
17 g

Akkukapazität
100 mAh // ca. 5-6 Stunden Spielzeit im Test

Lieferumfang

Das Zubehör der Mpow Judge umfasst Ohrpolster und Ohrhaken in drei verschiedenen Größen, ein Micro-USB Ladekabel, eine Bedienungsanleitung auf deutsch und englisch und eine Transporttasche.

Verarbeitung & Design

Während der, in unserem Fall graue, sichtbare Teil der Hörer des In-Ears aus Metall besteht, wurde der vordere Teil über den die Ohrhaken gestülpt werden, aus Plastik gefertigt. Auch die Bedieneinheit besteht vollständig aus Plastik, was bei einem Sport Kopfhörer allerdings keine Kritik sein soll.

Für eine optimale Passform im Gehörgang ist der Treiber-Ausgang leicht gebogen

Neben dem schlichten Grau unserer Test-Kopfhörer gibt es den Bluetooth In-Ear auch in den Farben weiß, rot und schwarz. Da der Bluetooth In-Ear, ähnlich wie die Cozypony CZ3020, nicht mit den für Sport In-Ears typischen Ohrbügeln ausgestattet ist, sondern nur über abnehmbare Ohrhaken verfügt, wirkt er eher wie ein gewöhnlicher kabelgebundener In-Ear. Folglich befinden sich Bedienknöpfe und Akku nicht direkt am In-Ear, sondern sind an einer extra Bedieneinheit am Kabel der Kopfhörer implementiert.

Das Kabel, welches die beiden Hörer miteinander verbindet, ist ca. 62 cm lang

Insgesamt macht der Kopfhörer auf mich einen soliden Eindruck, Verarbeitungsfehler oder Materialschwächen konnte ich nicht finden – sehr gut!

Tragekomfort

Ich habe den Kopfhörer bereits ein paar mal mit ins Fitnessstudio genommen. Trotz fehlender Ohrbügel haben die pro Hörer 4,8 Gramm schweren In-Ears, mit den mittleren Ohrhaken und mittleren Ohrpolstern, gut im Ohr gehalten. Sowohl während des eher weniger bewegungsintensiven Krafttrainings, als auch während Ausdauereinheiten auf dem Laufband musste ich die Hörer, bei einer Trainingslänge von ca. zwei Stunden, nur sehr selten nachjustieren.

Insgesamt haben die Mpow Judge ein Gewicht von 13,3 Gramm auf der Feinwaage

Besonders gut gefällt mir, dass die Hörer magnetisch sind. Kommt man also in eine Situation, in der man die Hörer aus dem Ohr nehmen muss, können die Mpow Judge wie ein Halsband getragen werden und gehen so nicht verloren. Bei den Cozypony CZ3020 hatte die Bedieneinheit am Kabel den Nachteil, dass diese durch ihr Gewicht von sieben Gramm am rechten Hörer zog. Das Bedienelement der Mpow Judge wiegt laut unserer Feinwaage nur etwa drei Gramm und hat sich während des Tragens nicht negativ ausgewirkt auf den Tragekomfort ausgewirkt.

Sound der Mpow Judge Bluetooth In-Ears

Im letzten Jahr habe ich etwa 15 Bluetooth In-Ears getestet, davon waren die meisten klanglich okay, aber eben nur okay. In den meisten von ihnen waren günstige dynamische Treiber verbaut, welche zwar einen soliden Bass erzeugen, jedoch im Mittelton und vor allem im Hochton Bereich schwächen aufwiesen.

Mit dem Sound unserer kabelgebundenen Favoriten in Sachen Klangqualität, wie den Xiaomi Piston Pro oder den TaoTronics TT-E002 konnte bislang eigentlich nur der Xiaomi Sport In-Ear mithalten, leider sind dessen Ohrbügel sehr klein, sodass ich persönlich hier große Probleme mit herausrutschenden Hörern habe.

Als ich den Mpow Judge zum ersten mal probe gehört habe, war ich positiv überrascht. Der Kopfhörer ist klanglich basslastiger als der Xiaomi Piston Pro, was mich jedoch an den ebenfalls beliebten Vorgänger, die Xiaomi Mi Hybrid IV, erinnert. Im Unterschied zu den anderen Bluetooth In-Ears, die ich bereits getestet habe, gefällt mir bei den Mpow Judge auch der klare Hoch- und Mittelton, da dieser neben dem starken Bass der Kopfhörer nicht unter geht und das Klangbild somit viel ausgewogener ist.

Insgesamt hat der Mpow Judge für mich, in der Kategorie der Bluetooth In-Ears, den besten Sound bei einem soliden Tragekomfort und einem guten Preis-/ Leistungsverhältniss.

Bedienung

Die Bedieneinheit am Kabel der Bluetooth In-Ears verfügt über insgesamt drei Knöpfe.

Alle Knöpfe sind doppelt belegt

Die Funktionen der Knöpfe

Knopf
kurz drücken
lang drücken

An/Aus
Play/Pause; Anruf annehmen/beenden
An/Aus, Pairing Mode

Lauter
lauter
vorheriger Titel

Leiser
leiser
nächster Titel

Headset

Während unserer Test-Telefonate konnte mich mein Gegenüber sehr gut verstehen, Störgeräusche gab es nicht und laut meinem Gesprächspartner hörte es sich auch nicht so an, als währe ich weit vom Mikrofon entfernt, wie es bei vielen Bluetooth In-Ear Headsets der Fall ist. Dies liegt vor allem daran, dass das Mikrofon durch die Implementierung nah am Rechten Hörer fast direkt vor dem Mund baumelt. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Bluetooth Reichweite

Während des Tests hatte ich grundsätzlich keine Probleme mit Verbindungsaussetzern. Sind Smartphone und Bluetooth In-Ear im selben Raum bleibt die Verbindung durchgängig stabil. Lediglich wenn Smartphone und Kopfhörer nicht mehr im selben Raum sind und eine Betonmauer die Verbindung schwächt kann es zu Ton-Aussetzern kommen. Im Freien ohne Barrieren, hält die Verbindung etwa sieben bis acht Meter. Während der normalen Nutzung, bei der Smartphone und In-Ear in der Regel nicht weiter als einen Meter voneinander entfernt sind, ist die Kommunikation zwischen den Geräten tadellos.

Akku

Der verbaute Akku, mit einer Kapazität von 100 mAh soll laut Hersteller bis zu 6 Stunden halten. Damit scheint der Hersteller nicht gelogen zu haben, während der Tests der Mpow Judge konnten etwa 5-6 Stunden Musik wiedergegeben werden.

Der Micro-USB Ladeport befindet sich an der rechten Seite des Bedienelements

Praktisch: Während die Kopfhörer per Bluetooth mit dem Handy verbunden sind, kann der Ladestand des Kopfhörers eingesehen werden, allerdings ist auf diese Anzeige nicht besonders verlass. Ist der Akku des Kopfhörers schwach, ertönt während des Abspielens von Musik in einem zeitlichen Intervall von etwa 60 Sekunden die Ansage „battery low“. Es dauert dann noch etwa fünf Minuten, bis sich der Bluetooth In-Ear automatisch abschaltet.

Im Test: Hält der IPX7 Schutz was er verspricht?

Laut des Herstellers ist der Bluetooth In-Ear mit dem IPX7 Schutz gegen das eindringen von Wasser bei kurzzeitigem Eintauchen geschützt.

Während des Tests war der Kopfhörer eingeschaltet und auch das Bedienelement eingetaucht

Während unserer Tests haben wir die Bluetooth In-Ears etwa 10 Minuten in eine Schüssel mit Wasser gelegt. Die Kopfhörer haben das Bad ohne bleibende Schäden überstanden – well done!

Fazit

Die Mpow Judge waren für mich eine Überraschung. Der günstige Bluetooth In-Ear punktet mit dem bislang besten Sound in der Kategorie Bluetooth In-Ear, da auch der Hoch- und Mittelton klar und in einem ausgewogenen Verhältnis zum satten Bass vorhanden ist. Dazu kommt eine solide Verarbeitung und ein für mich angenehmer Tragekomfort.

Etwas nervig ist die Ansage „low battery“, welche bei einem schwachen Akku in einem etwa ein minütigen Intervall ertönt. Die Akkustand Anzeige auf dem Smartphone ist leider ungenau, so zeigt das Smartphone noch 30% Akku an, obwohl dieser bereits leer ist.

Trotz dieser Schwächen und in Anbetracht des Preis-/ Leistungverhältnisses ist der Mpow Judge für mich für den Moment der beste Bluetooth In-Ear, den wir bislang getestet haben. Falls ihr Ideen für weitere Tests habt, schreibt es uns gerne in die Kommentare!

 

  • solider Sound
  • IPX7 Schutz
  • Tragekomfort
  • Bluetooth Reichweite
  • „low battery“ Ansage
  • Akkuanzeige auf Smartphone fehlerhaft