MGCOOL Band 4 Fitness Tracker mit dauerhafter Pulsmessung

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Einen Fitness Tracker findet man mittlerweile an fast jedem Arm eines CG-Redakteurs. Warum? Sie sind klein, sehen sportlich aus und bieten viele Funktionen. Während sich das Xiaomi Mi Band 2 auf dem Siegertreppchen aufgrund kaum vorhandener Konkurrenz wohl schon fast langweilt, versucht das MGCOOL Band 4 sein Glück im Kampf. Der Vorgänger hat es damals zwar nicht geschafft, aber vielleicht hat das Band 4 ja bessere Chancen.

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Technische Daten

Display
0,96 Zoll OLED

Akku/Laufzeit
90 mAh; 7-10 Tage Standbyzeit

Konnektivität
Bluetooth 4.0

App verfügbar für
Android 4.4/iOS 8.0 oder höher

Material
Kunststoff

Abmessungen
25,5 x 2,2 x 1,12 cm

Gewicht
26,3 g

Features
Pulsmessung, Schrittzähler, Kalorienzähler, Kilometerzähler, Schlaftracker, Bewegungserinnerung, Wecker, Push Nachrichten, Wake Up-Geste, IP67

Lieferumfang
MGCOOL Band 4, Bedienungsanleitung

Lieferumfang & Verpackung

Simpel aber ausreichend: der Lieferumfang.

Das MGCOOL Band kommt in einer simplen schwarzen Kartonbox mit Firmenschriftzug. Im Karton selber sieht es dann eher karg aus, was aber nicht weiter schlimm ist. Im Inneren befindet sich nur das Band selber und eine Bedienungsanleitung. Mehr benötigt man jedoch auch nicht, da das Band über einen eingebauten USB-Stecker aufgeladen wird.

Design

Bei erster Betrachtung erinnert das Band 4 von MGCOOL an einen Mix aus dem Mi Band 2 und dem Makibes G03. Das liegt daran, dass das 0,96″ OLED Display sehr stark heraussticht, dafür aber der eigentliche Fitness Tracker, wie beim Band 2 aus dem Armband entfernbar ist. Die Größe des Displays erlaubt eine zeitgleiche Darstellung der Uhrzeit, des Wochentags, der Schrittzahl, des Datums, der Bluetooth-Verbindung und des Akkustandes. Der Fitness Tracker (inklusive Band) ist insgesamt 25,5 cm lang, 2,2 cm breit und 1,12 cm dick. Dadurch bringt er 26,3 g auf die Waage. Auch damit bestätigt sich die Annahme, dass es ein Mix aus beiden genannten Fitness Armbändern ist.

Funktionsumfang

Watchfaces

Solche simplen Design Patzer müssen eigentlich nicht sein

Durch die Angabe von Uhrzeit und Datum kann man den MGCOOL Band 4 Fitness Tracker auch einfach als Uhr-Ersatz tragen. Praktisch ist dabei das sowohl Watchfaces mit analog und digital Uhr zur Verfügung stehen. Weniger praktisch ist, dass das Watchface durch langes drücken des Buttons geändert wird. Überschlägt man seine Arme und drückt zulange auf den Button, öffnet sich das Menü zum Ändern des Watchfaces. Ein Problem das mir im Alltag einfach zu oft passiert ist und mit einer App Steuerung gelöst wäre. Sehr unschön wird es, wenn man z.B. 1000 Schritte erreicht und die Ziffern nicht mehr in die Zeile passen. Kleinere Ziffern hätten hier ausgereicht und sollte eigentlich in der Entwicklung auffallen.

Pulsmesser & Schrittzähler

Auf der Rückseite sitzen der Pulsmesser und die CE Kennzeichnung.

Wer das volle Potenzial ausschöpfen möchte, hat eindeutig mehrere Optionen. Die vielen verschiedenen Menüpunkte erreicht man durch das Drücken des Buttons. Da sich auf der Unterseite des Trackers ein Pulsmesser befindet, ist eine kontinuierliche Pulsmessung möglich. Den Puls kann man über das Band ablesen und alle 5 Minuten wird ein Wert an die App übertragen. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich einen Schrittzähler, die wohl beliebteste Funktion bei diesen Gadgets.

Benachrichtungsfunktion

Ein ebenfalls praktisches Feature im Alltag ist die Benachrichtigungsfunktion. Wenn eine aktive Bluetooth-Verbindung zu eurem Smartphone besteht, werdet ihr über eingehende Nachrichten & Anrufe benachrichtigt. So funktioniert das reine Benachrichtigen durch Vibration gut, die Möglichkeit Nachrichten anzeigen zu lassen ist nicht optimal. Da das Display ziemlich klein ist können die meisten Nachrichten nicht richtig dargestellt werden. Außerdem muss dazu auf einen bestimmten Menüpunkt am Band navigiert werden, daher ist der Griff zum Smartphone einfach schneller.

Schlaferkennung

Möchte man sich von den Anstrengungen ausruhen, trackt das Armband auch den Schlaf. Dort kommen der verbaute G-Sensor und die Pulsmessung zum Einsatz, die erkennen, ob und wie du schläfst. Die meiste Zeit erkennt das Band, auch wenn ihr einschlaft. Manchmal gibt es jedoch kleine Abweichungen beim Einschlafzeitpunkt.

Wake Up Funktion

Der G-Sensor erlaubt übrigens auch die Wake Up Funktion, mit der sich das Display einschaltet, sobald man seinen Arm dreht, um darauf zu schauen. Auch hier ist die Funktion nicht sehr ausgereift und man hat mich oft mein Handgelenk schütteln sehen, weil das Display nicht anging.

Stoppuhr & Smartphone suchen Funktion

Zu der Stoppuhr gibt es nicht viel zu sagen. Man wechselt zur Option und kann anschließend die Stoppuhr starten. Ein langes drücken bei gestoppter Stoppuhr setzt die Zeit wieder zurück. Eine weitere Funktion, die direkt auf dem Band möglich ist, ist die Möglichkeit euer Smartphone zu suchen. Aktiviert ihr sie fängt euer Handy an zu klingeln. Praktisch für alle die ihr Handy oft verlieren.

Die Stoppuhr zeigt sogar die Zeit in Millisekunden an.

Konnektivität

Um auf alle Funktionen Zugriff zu haben, sollte man seinen Tracker mit der dazugehörigen App verbinden. Diese ist die WearFit 2.0 App, für die Android 4.4 oder iOS 8.0 und aufwärts die Mindestvoraussetzung ist. Mittels Bluetooth 4.0 stellt man die Verbindung zum Smartphone her. Ist das Smartphone dann erfolgreich verbunden, vibriert das Band kurz und zeigt ein Bluetooth Symbol auf dem Display. Erstmal kein großes Problem, sondern eine hilfreiche Benachrichtigung. Begibt man sich jedoch knapp außerhalb der Reichweite, sodass nur eine schwache Verbindung herrscht, vibriert das Band ohne Pause. Noch ein weiterer Punkt, der unnötigen Frust verursacht.

Möchte man den verbauten 90 mAh Akku im Inneren des Trackers wieder aufladen, ist man glücklicherweise nicht auf ein extra USB-Kabel angewiesen. Wie beim Mpow Fitness Tracker befindet sich der USB-Anschluss am Tracker und kann somit direkt in einen passenden USB-Port gesteckt werden.

Aufgeladen wird das Band direkt über den eingebauten USB-Stecker.

WearFit 2.0 App

Oftmals steht und fällt die Bedienung mit der App. Diese ist auf den ersten Blick wirklich schön und modern designt. Dafür ist die deutsche Übersetzung der App leider eher mittelmäßig, allerdings trotzdem noch verständlich. Die Formatierung hingegen ist teils schlecht. Einige Texte überlagern sich und sind nicht zu lesen. Ein Pluspunkt ist die Möglichkeit der Integration der Health-App von Apple auf iOS und Google Fit auf Android.

Das eigentliche Manko der App ist das Zusammenspiel mit dem Band selber. So gab es in meinem Test von Anfang an Verbindungsschwierigkeiten, wo das Band  zwar verbunden war, aber keine Daten synchronisiert wurden. Dieses Problem löste sich dann auf unerklärliche Weise selber, nachdem ich das Band mehrmals neu verbunden habe. Damit war das Problem jedoch nur zeitweise behoben. In einer Woche kam es zwei bis dreimal dazu, dass das Band sich nicht mit der App synchronisiert. Hier half auch nur ein Neuverbinden.

Anschließend wurde aber nachträglich synchronisiert, womit die Daten zu mindestens nicht verloren waren. Ob es sich hierbei um einen Anzeigefehler der App handelt oder der Speicher des Bandes groß genug für die Daten war, kann ich nicht sagen. Aufjedenfall sind diese Verbindungsabbrüche sehr nervig.

In der WearFit 2.0 App gibt es viele Möglichkeiten seine Daten auszuwerten. So kann man sich seine tägliche, wöchentliche und monatliche Bilanz anzeigen lassen, die durch Graphen aufbereitet sind. Ebenfalls berechnet die App einen Müdigkeitswert, der sich über den Tag erhöht. Wie sich dieser Wert zusammen setzt, steht nicht in der App und besonders repräsentativ finde ich ihn auch nicht. Wenn mir bei einer Skala von 0-120 um 2 Uhr nachts teils ein Wert von 56 angezeigt wird, kann da etwas nicht stimmen. Ich schätze der Wert wird über die Schrittzahl berechnet und kann deswegen nicht eine genaue Aussage über die Müdigkeit treffen.

Auf dem Band selber gibt es bereit die „Smartphone suchen“ Funktion. Andersrum ist es über die App auch möglich. Da das Band aber keine Lautsprecher hat, wird der Vibrationsmotor genutzt, um das Band zu „orten“. Auch einen Fernauslöser bietet das Band 4. Gestartet wird die Kamera über die App und anschließend könnt ihr über eine Schüttelbewegung den Auslöser betätigen.

Fazit

Der MGCOOL Band 4 Fitness Tracker hörte sich insgesamt ziemlich gut an, im Test schwächelt das Band aber an fast jeder Ecke. So gibt es Probleme mit einigen Funktionen und selbst die essentielle Verbindung mit dem Smartphone ist nicht ausgereift. Mit der schlechten Übersetzung kann man leben, denn sie ist schließlich noch zu verstehen. Simple Dinge wie die Größe der Ziffern auf dem Display, sind jedoch einfach Dinge die man sich mit der aktuellen Konkurrenz nicht leisten kann. Ein Softwareupdate könnte schon viele Probleme lösen. Bis dahin ist zu anderen Fitness Trackern wie dem Mi Band 2 zu raten.