Vivo NEX Dual Display im Test: Das bessere Smartphone mit 2 Displays?

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Das Vivo NEX Dual Display ist so vollgepackt mit neuster Technik wie kaum ein anderes Smartphone zurzeit. Ist es damit so überladen wie der Name oder wurden die Features sinnvoll integriert? Unser Test!

Das Vivo NEX (unser Test) hat nicht nur aufgrund der Bandenwerbung bei der FIFA WM 2018 für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit einer Pop-Up Kamera und dem Fingerabdrucksensor im Display hat es zwei innovative Technologien integriert und salonfähig gemacht. Jetzt gibt es den Nachfolger: das Vivo NEX Dual Display setzt dabei auf zwei Bildschirme und drei Kameras.

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Technische Details

 
Vivo NEX Dual Display

Display
6,39″ sAMOLED Display (2340 x 1080p) 19.5:9 Seitenverhältnis (403 PPI) + 5,49″ sAMOLED Display (1920 x 1080p) 16:9 Seitenverhältnis (401 PPI)

Prozessor
Qualcomm Snapdragon 845 Octa Core @ 2,8 GHz & 1,8 GHz

Grafikchip
Adreno 630 @ 710 MHz

Arbeitsspeicher
10 GB LPDDR4X

Interner Speicher
128 GB UFS 2.1

Haupt-/Frontkamera
12 MP Sony IMX363 (OIS) mit ƒ/1.79 + 2 MP mit ƒ/1.8 + 3D ToF Sensor mit ƒ/1.3

Akku
3.500 mAh mit 10V/2,25A (22,5W) Quick Charge

Konnektivität
LTE Band 20, GPS/BDS/GLONASS, Bluetooth 5.0, Dual SIM, WLAN AC

Features
Fingerabdrucksensor im Display | USB Typ-C | Kopfhöreranschluss

Betriebssystem
Android 9 Pie, Funtouch OS 4.5

Abmessungen / Gewicht
157,19 x 75,3 x 8,09 mm / 199,2 g

Erster Eindruck im Video

Nachdem im Dezember die Dual Display Edition des Vivo NEX vorgestellt wurde, haben wir dank TradingShenzhen schon ein Testgerät. Das haben wir natürlich direkt für euch ausgepackt und zeigen euch die ersten Eindrücke zu dem Vivo NEX mit zwei Bildschirmen!

Vivo meets Nubia: Zwei Displays & eine 3D-Kamera

Wie auch der Vorgänger fällt das zweite Vivo NEX ziemlich randlos aus, der Bildschirm nimmt fast die komplette Vorderseite (91,63%) ein. Die Displaydiagonale auf der Vorderseite fällt mit 6,39 Zoll etwas kleiner aus als bei dem Vorgänger.  Denn dort befindet sich ein voll funktionsfähiges zweites Display, ähnlich wie bei dem Nubia X. Mit einer Displaydiagonale von 5,49 Zoll ist es so groß wie das Display eines iPhone 8 Plus.

Dieser zweite Bildschirm erfüllt auch dieselbe Funktion wie der beim Nubia X. Und zwar kann Vivo so auf die Frontkamera verzichten, das heißt, dass man die Pop-Up Kamera des Vorgängers aufgibt. Für Selfies nutzt man nämlich ebenfalls die Kameras auf der Rückseite, welche sich horizontal angeordnet über dem sekundären Display befinden. Während das Nubia auf zwei seitliche Fingerabdrucksensoren gesetzt hat, verzichtet man bei dem Vivo NEX Dual Display Edition darauf. Auch hier kommt wieder ein Fingerabdrucksensor im Display zum Einsatz. Vivo gilt als Pionier für diese Technologie, schließlich waren sie mit dem Vivo X20 UD der erste Hersteller, die diese Technik auf den Markt gebracht hat.

Neben dem zweiten Bildschirm ist die Dual Kamera und der sie umgebene Lunar-Ring der wohl auffälligste Design-Aspekt. Dieser LED-Ring dient als Benachrichtigungslicht, Ladeindikator, Selfie-Licht und kann sogar für spezielle Lichteffekte auf Fotos und beim Abspielen von Musik genutzt werden. Links neben dem Ring befindet sich dann noch ein normaler LED-Blitz, während rechts die 3D-ToF-Kamera platziert ist. Diese Time-of-Flight Kamera wird für Face Unlock (auch im Dunkeln), den speziellen, auf einem 3D-Gesichtsmodell basierenden, Beauty Modus und für das virtuelle Lineal benutzt.

Der Rahmen besteht aus farblich blau oder rot angepasstem Metall und ist symmetrisch geformt. Allerdings ist er nicht komplett glatt, sondern hat zwei Kanten. Dies verbessert den Grip, was bei so einem „Glas-Sandwich“ durchaus sinnvoll ist. Zum Schutz legt Vivo außerdem noch einen dicken Bumper aus Hartgummi bei, welcher etwas über die Display hinausragt. Diesen sollte man also am besten immer am Gerät haben, auch wenn er das mit Maßen von 157,19 x 75,3 x 8,09 mm generell schon nicht so handliche Smartphone nochmal etwas vergrößert. Beim Glas handelt es sich auf beiden Seiten um Gorilla Glass 5, welches von Werk aus von Schutzfolien geschützt wird.

Makellose Verarbeitung

Das NEX Dual Display ist Vivos neue Vorzeigemodell und das merkt man auch bei der Verarbeitung. Man leistet sich keine Fehler und das Gerät fühlt sich nicht nur aufgrund des Gewichts von 199,2 g wertig an. Alle Slots und Lautsprecher- bzw. Mikrofon-Löcher sind sehr präzise gefräst und die Ohrmuschel ist klugerweise auf beiden Seiten durchlässig. Die Tasten wackeln nicht und haben einen guten Druckpunkt.

Die Rückseite ist nicht abgerundet, sondern genauso flach wie die Vorderseite, wodurch das NEX nicht ganz so angenehm in der Hand liegt wie das Nubia X. Die Übergänge von Rahmen zu Glas sind aber trotzdem sehr glatt und die Ecken des Gehäuses schön abgerundet. Die einzige „scharfe“ Kante findet sich an der aufgesetzten Glasscheibe rund um die Kamera. Leider muss man auf ein IP-Rating verzichten. Das NEX ist also nicht gegen Wasser geschützt.

Dual sAMOLED Displays

Beim Display auf der Vorderseite handelt es sich um ein sAMOLED Panel, genau wie beim Vorgänger, welches eine Auflösung von 2340 x 1080p bietet und damit auf die gewohnte Pixeldichte von 403 PPI kommt. Viel spannender ist dabei aber die Rückseite. Die Auflösung beträgt 1920 x 1080p, das Seitenverhältnis ganz klassisch 16:9. Und ja, dabei handelt es sich ebenfalls um ein sAMOLED Panel, welches auf eine Pixeldichte von 401 PPI kommt. Beide Displays können also (auch gleichzeitig) als Always-On-Display genutzt werden. Man kann sogar ein eigenes Bild ständig anzeigen lassen.

Beide Displays werden schön hell und haben dank der AMOLED-Technik perfektes Schwarz und sehr guten Kontrast. Die Farben sind OLED-typisch sehr kräftig und auch die Blickwinkelstabilität kann überzeugen. Wie schon beim Vorgänger gibt es auch hier wieder einen Nachtmodus (Blaulicht-Filter). Neu ist, dass man auch die Farbtemperatur (kalt/warm) stufenlos nach dem eigenen Geschmack einstellen kann.

Da das rückwärtige Display genauso scharf und gut wie das vordere ist, könnte man auch nur das hintere nutzen und damit etwas Akku sparen. Allerdings steht der Splitscreen-Modus hinten nicht zur Verfügung und Apps, die nicht von Vivo stammen werden etwas kleiner dargestellt, da eine Schnellstart-Leiste angezeigt wird, die sich nicht deaktivieren lässt (siehe Video unten). Zum mal eben auf eine Nachricht antworten und natürlich für Selfies macht das Display aber einen sehr guten Job.

Wechseln zwischen den Displays

Schon beim Entsperren des NEX erkennt es welcher Bildschirm aktiviert werden soll. Dies wird einfach dadurch entschieden, welchen der zwei Power-Buttons man drückt. Immer der rechts vom Display liegende Knopf aktiviert dieses. Beim Wechsel gibt es zwei Varianten:

  • Entweder jeder Bildschirm behält seine eigene Instanz, man kann also auf jedem Bildschirm in einer anderen App bleiben.
  • Das wird angezeigte auf der anderen Seite genauso übernommen/gespiegelt (App bleibt geöffnet und an gleicher Stelle).

Den ersten Wechsel aktiviert man dadurch, dass man den Power-Button links vom aktivierten Display drückt. Für den zweiten Wechsel gibt es vier Möglichkeiten. Die einfachste ist es, einfach mit drei Fingern nach links oder rechts über den Bildschirm zu wischen.

Es gibt auch noch ein Gaming-Feature des sekundären Bildschirms. Dabei wird dieser in zwei Bereiche geteilt (A und B). Auf dem vorderen Bildschirm gibt es dann zwei dazu passende virtuelle Tasten, die man über die In-Game-Tasten legen kann. Berührt man nun den linken A-Bereich des hinteren Bildschirms, wird die virtuelle Taste gedrückt. So konnte ich z.B. in PUBG mit A schießen und mich mit B ducken. Hier hat Vivo dem Nubia X etwas voraus.

Noch mit Snapdragon 845

Im Inneren ändert sich nicht so viel. Auch das Vivo NEX „2“ arbeitet mit dem Snapdragon 845 Prozessor, dem Qualcomm Flagship Prozessor 2018. Der Octa-Core ist schließlich extrem leistungsstark und sitzt nicht ohne Grund auch im OnePlus 6T oder Xiaomi Mi Mix 3. Auch wenn der Snapdragon 855 schon vorgestellt wurde, hat man hier nach wie vor einen der stärksten Prozessoren, die man aktuell finden kann. Beim Speicher hat Vivo gegenüber dem ersten NEX noch einen draufgesetzt und stolze 10 GB LPDDR4X Arbeitsspeicher verbaut. An Massenspeicher stehen 128 GB zur Verfügung, welche leider nicht erweiterbar sind. Es soll auch noch eine Version mit 8 GB/256 GB geben, wann diese in den Verkauf geht ist allerdings unklar.

Die Performance ist wie erwartet auf absolutem Top-Niveau. Apps öffnen, Multitasking, durch das System navigieren und zocken – im Alltag kommt man nie an die Grenzen des NEX DD. Das bestätigen auch nochmal die Benchmark-Ergebnisse. Diese fallen im Vergleich zum Vorgänger nochmal etwas besser aus – hier hat Vivo das System besser optimiert. PUBG und Asphalt 9 liefen ohne Ruckeln auch auf der höchsten Grafikeinstellung. Und mit den aktuell noch unnötigen 10 GB RAM (6 GB reichen) ist man auch in 2 Jahren noch gut bedient.

FunTouch OS macht mehr Spaß

Wie schon beim Vivo NEX Ultimate kommt auch hier wieder Vivos Oberfläche FunTouch OS zum Einsatz. Die Version 4.5 basiert dabei auf Android 9 Pie und bringt den Sicherheitspatch von Dezember 2018 mit. Das System ist übrigens komplett auf Deutsch und der Play Store direkt vorhanden. Dass man sich beim Design an iOS orientiert hat, kann man auch diesmal nicht leugnen. So finden sich die Schnelleinstellungen am unteren Bildschirmrand und einen App Drawer gibt es nicht. Auch die Einstellungen sind nicht wie bei den meisten Android-Systemen und ehrlich gesagt etwas unübersichtlich – am besten benutzt man die Einstellungssuche.

Hat man sich erstmal etwas an FunTouch gewöhnt, bietet es viele gute Shortcuts (smarte Gesten) und Personalisierungsmöglichkeiten. Auch bei der von uns getesteten Global Version ist etwas Vivo-Bloatware zu finden (kann größtenteils deinstalliert werden), allerdings schon wesentlich weniger als bei der China Version vom Vorgänger. Bei dieser war es auch nicht möglich andere Launcher zu installieren, das geht bei der Global Version aber zum Glück ohne Probleme. Wer mit FunTouch OS also gar nicht warm wird, kann z.B. einfach den Poco Launcher nutzen. Leider fehlt dem NEX das nötige Widevine Level, um Netflix und Co. in HD wiedergeben zu können. Auf YouTube hat das allerdings keine Auswirkungen.

3 Kameras und ein Lunar Ring

Vivo setzt diesmal auf eine Triple-Kamera, also um drei einzelne Kamerasensoren, die man horizontal anordnet. Der Hauptsensor ist wieder ein 12 Megapixel Sensor mit einer Blende von ƒ/1.79. Es ist auch wieder der Sony IMX363, der auch im Xiaomi Mi 8 und im Vorgänger sitzt. Dazu kommt ein 2 Megapixel Sekundärsensor (für Portraits) und ein 3D-ToF-Sensor. Dieser dient zum einen zum Face Unlock des Geräts, aber auch für den speziellen Beauty-Modus.

Konzentration auf eine gute Kamera

Während man beim Vorgänger die Frontkamera noch aus dem Rahmen fahren ließ, kann man dank zweitem Display die Hauptkamera auch für Selfies nutzen. Das hat den Vorteil, dass man sich bei der Optimierung ganz auf diese eine Kamera konzentrieren kann (die sekundäre 2 MP Kamera mal außen vor gelassen). Das scheint Vivo auch getan zu haben, denn die Fotos sind eine Verbesserung zum Vorgänger, obwohl der gleiche Sensor genutzt wird.

Die Farben sind recht naturgetreu und die nicht mehr ganz stark gesättigt wie noch beim NEX S. Der Weißabgleich macht einen guten Job und auch der Autofokus arbeitet schnell und zielsicher. Geht man nah genug an ein Objekt heran, kommt auch ein schönes natürliches Bokeh zustande.

In den Kamera-Einstellungen findet sich auch die Möglichkeit, in einen 24 Megapixel-Modus zu wechseln. Allerdings ist der Unterschied im Endergebnis kaum sichtbar (siehe nächstes Bild), weshalb man getrost bei den nativen 12 MP bleiben kann. So spart man auf lange Sicht auch einiges an Speicherplatz.

Links die nativen 12 Megapixel, rechts 24 MP. Seht ihr den Unterschied? Ich auch nicht 😀

Die Pixel des Sensors fallen mit 1,4 µm recht groß aus, was sich gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen positiv bemerkbar macht. Für echte Nachtaufnahmen integriert Vivo auch noch einen Nachtmodus. Dabei wird die Belichtungszeit auf 5 Sekunden hochgesetzt. Zum Glück hat die Hauptkamera optische Bildstabilisierung, sodass auch nicht ganz so ruhige Hände gute Nachtaufnahmen hinbekommen. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Lichteffekte dank Lunar Ring

Bei den Portraits ist noch Luft nach oben. Gerade beim Schnee war die Kantenerkennung nicht immer perfekt. Die Ergebnisse sind aber trotzdem brauchbar. Durch den Lunar Ring kann man bei den Portraits auch noch einige Effekte wie einen Regenbogen hinzufügen, die überraschenderweise recht gut aussehen. Definitiv besser und natürlicher als solche Filter hinterher über das Foto zu legen.

Wer dem Kameramann nicht vertraut, kann dank des Dual-Displays den „Shot“ live überprüfen, da das Bild auf dem sekundären Bildschirm angezeigt werden kann. Des Weiteren wird der LED-Ring auch als Timer-Indikator genutzt, damit man den richtigen Moment nicht verpasst, sehr smart. Apropos smart – Google Lens ist direkt in der Kamera-App integriert.

Endlich gute Selfies

So cool die herausfahrbare Kamera beim Vorgänger auch war, wirklich gute Fotos konnte man mit ihr nicht machen. Das hat sich glücklicherweise geändert und die Selfies sind jetzt schärfer, das HDR besser, die Farben natürlicher und die Kantenerkennung bei Portrait-Selfies ist um Welten besser.

Dank der 3D-ToF-Kamera gibt es einen sehr umfangreichen Beauty-Modus. Dafür scannt man zuerst das eigene Gesicht ein und „verschönert“ dieses Modell dann nach Belieben. Das bearbeitete Gesicht wird dann bei aktiviertem Beauty-Modus über eures gelegt. Ich habe diese „Verschönerungen“ im Bild rechts einfach mal auf die Spitze getrieben.

Zwei Tage Akkulaufzeit trotz 2 Displays

Gut, so überraschend ist das Ergebnis nicht unbedingt. Denn auch wenn das Smartphone zwei Displays hat, wird meistens ja nur eins davon benutzt. Der 4.000 mAh große Akku kombiniert mit dem angepassten und optimierten FunTouch OS bringt das NEX DD dann auf eine sehr gute Laufzeit von 11 Stunden und 17 Minuten. Der Test lief natürlich auf dem Hauptdisplay, nutzt man das kleinere wäre also noch mehr drin.

Geladen wird das NEX über den USB Typ-C-Anschluss auf der Unterseite mit bis zu 22,5 Watt. Dank dieser Leistung ist man schon nach 15 Minuten auf 35% und nach 30 Minuten bei 65%! Nach einer Stunde sind es 93% und die letzten 7% brauchen dann nochmal 15 Minuten. Für 4.000 mAh ist das eine sehr gute Ladezeit von 1 Stunde und 15 Minuten. Kabelloses Laden ist aber leider nicht möglich.

Gute Konnektivität aber wieder kein NFC

Eigentlich macht das Vivo NEX Dual Display in Sachen Konnektivität alles richtig. 16 LTE Bänder inklusive Band 20 sorgen für schnelles mobiles Surfen. Auch das Telefonieren mit der zu beiden Seiten durchlässigen Ohrmuschel hat gut funktioniert – gute Idee Vivo! Der Mono-Lautsprecher wird ziemlich laut ohne zu stark zu verzerren, hat aber natürlich kaum Bass. Daneben ist der USB-C-Anschluss und daneben der Dual-SIM-Slot. Eine Speichererweiterung ist leider nicht möglich.

Beim WLAN wird der AC-Standard unterstützt und auch Bluetooth 5.0 ist vorhanden. Außerdem bleibt uns auch der Kopfhöreranschluss erhalten und es liegt sogar ein Paar In-Ears (sind ok) bei. Zur Positionsbestimmung werden GPS, BDS und GLONASS unterstützt. Der 3D Fix kommt schnell zustande und die Navigation stellte kein Problem dar. Allerdings fehlt bei diesem Flagship das NFC-Modul, kontaktloses Zahlen via Google Pay ist also nicht möglich. Vielleicht war aufgrund des zweiten Displays nicht genug Platz, bei einem 650€ Smartphone ist das Fehlen aber trotzdem ein klarer Kritikpunkt.

In-Display-Fingerabdrucksensor & Face Unlock

Wie schon beim ersten NEX ist auch beim Dual Display auf der Vorderseite wieder ein In-Display-Fingerabdrucksensor verbaut. Dies ist laut Vivo die 5. Generation der Technik, welche tatsächlich besser als beim alten NEX funktioniert. Trotzdem ist der Sensor immer noch nicht so schnell wie die klassischen Sensoren, die Lücke wird aber immer kleiner. Setzt man den Finger an der richtigen Stellen auf (ein Icon hilft einem diese zu finden), funktioniert der Sensor in 99% der Fälle.

Auf der Rückseite wird dann Face Unlock eingesetzt. Dazu wird das Gesicht auch erstmal mithilfe der ToF-Kamera 3D-gescannt. Dadurch ist das Face Unlock hier sicherer als bei anderen Smartphones, die nur die normale Kamera nutzen. Die ToF-Kamera hat außerdem ein sehr kleines und unauffälliges Licht, was dann Face Unlock im Dunkeln ermöglicht.

Fazit: Größter Kritikpunkt bleibt der Preis

Ein Display, das 91% der Vorderseite einnimmt, ein zweites sAMOLED-Display auf der Rückseite, eine 3D-Kamera für sicheres Face Unlock, ein In-Display Fingerabdrucksensor, ein LED-Farbring und sogar noch ein Kopfhöreranschluss. Diese Features, von denen schon eines reicht, um ein Smartphone aus der Masse herausstechen zu lassen sind alle beim Vivo NEX Dual Display vorhanden. Einzig auf NFC und ein IP-Rating muss man verzichten.

Man bekommt hier also ein mit neuster Technik absolut vollgepacktes Smartphone, welches nicht von schlechter Software heruntergezogen wird und einfach Spaß macht. Allerdings ist es mit ~650€ auch ein teuerer Spaß. Wer das nötige Kleingeld hat und das aktuell wohl ausgereifteste futuristische Smartphone besitzen möchte (Stichwort faltbare Displays), ist beim Vivo NEX Dual Display an der richtigen Adresse.

Was haltet ihr von dem Konzept der zwei Bildschirme und was sagt ihr zum Vivo NEX Dual Display?