Sony: Playstation 5 erscheint Ende 2020 mit Hardware-Raytracing

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Sie heißt tatsächlich Playstation 5, sie bietet Hardware-Raytracing und einen neuen Controller mit mehr haptischem Feedback: Sony hat neue Details zur Nachfolgekonsole der PS4 bekannt gegeben – und den ungefähren Erscheinungstermin.

Artikel
veröffentlicht am
8. Oktober 2019, 15:52 Uhr,
Peter Steinlechner

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(Bild: Sony)

Sony hat einige neue Details zur Playstation 5 bekannt gegeben – und erklärt, dass die Konsole tatsächlich die 5 im Namen trage und gegen Ende 2020 auf den Markt komme. Im Firmenblog stellt der zuständige Manager Jim Ryan vor allem zwei Neuheiten beim Eingabegerät vor. Das Gamepad soll wesentlich mehr und besseres haptisches Feedback als der Controller der PS4 bieten.

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Anstelle der simplen Rumble-Funktion sollen künftig zwei programmierbare Vibrationseinheiten dafür sorgen, dass der Spieler einen Eindruck davon bekommt, wie sich etwa der Boden oder das Feld anfühlt, über das die Spielfigur gerade läuft.

Außerdem sollen die Trigger (Schultertasten) eine adaptive Technologie bieten, so dass man bei einer verrosteten Waffe auf dem Bildschirm fest drücken muss, während eine frisch gereinigte Pistole nur wenig Kraftaufwand erfordert.

Bei einer Präsentation hat Sony dem US-Magazin Wired weitere Details der Konsole verraten. So ist nun klar, dass die PS5 tatsächlich über hardwarebeschleunigtes Raytracing verfügt – das war zwar immer vermutet worden, aber nun ist es eben offiziell.

Die Konsole wird eine CPU auf Basis von AMD Ryzen und eine GPU auf Basis von Navi verwenden, ähnlich wie die nächste Xbox. Raytracing wird derzeit von einer Reihe von PC-Spielen unterstützt, dort sorgt die Technologie für besonders glaubwürdige Lichteffekte und Reflexionen.

Schon länger ist bekannt, dass bei der Playstation 5 statt einer klassischen Festplatte eine SSD als Massespeicher verbaut sein wird. Im Gespräch mit Wired erklärte Sony, dass einer der Vorteile sei, dass Daten nur einmal gespeichert und dann auch nur einmal gelesen werden müssten.

Hintergrund: Bei vielen Spielen werden zur Optimierung der Geschwindigkeit die Daten mehrfach – bei Wired heißt es bis zu “400-mal” – auf dem Datenträger abgelegt, so dass sie je nach Stelle im Spiel oder Situation möglichst effektiv eingelesen werden können, etwa am Stück oder vom Rand des Datenträgers.

Mit den SSDs sei das künftig nicht mehr nötig, so dass massiv weniger Platz verbraucht werde, erklärt Sony. Allerdings müssten dafür alle Daten vom Datenträger auf den Massespeicher der Konsole übertragen werden. Laut Wired erscheint die PS5 mit einem Laufwerk, die Datenträger bieten Platz für 100 GByte; das Laufwerk soll auch 4K-Blu-rays abspielen können.

Dem Artikel zufolge soll der Geschwindigkeitsvorteil enorm sein, alles soll quasi sofort und ohne spürbare Ladezeiten funktionieren. Einige aus dem Gamedesign bekannte Tricks wie lange Gänge, während deren Durchquerung die Daten der kommenden Abschnitte in den Speicher übertragen werden, sind dadurch nicht mehr nötig.

Auch die Benutzerführung der PS5 soll von Grund auf überarbeitet werden – hier hatte sich ja während der letzten Konsolengenerationen nicht viel geändert, was viele Spieler allerdings gut gefunden haben dürften. Das neue Interface soll viel interaktiver sein. Anwender sollen sofort sehen, in welchen Multiplayerspielen und -maps ihre Kumpels gerade unterwegs sind oder welche Levels einer Kampagne als nächstes warten.

Außerdem soll man genau festlegen können, welche Teile eines Spiels auf der SSD installiert werden. Wer mag, kann also den Multiplayermodus weglassen oder die Kampagne nach dem Ende der Story entfernen.

Viele Fragen zur Playstation 5 sind noch offen. So hat Sony bislang nicht gesagt, wie viel Platz die SSD bieten wird oder wie groß und von welchem Typ der Arbeitsspeicher ist. Auch über den Preis der Konsole liegen keine Informationen vor, Bilder oder gar Videos gibt es ebenfalls noch nicht.