Trine 4 im Test: Traumhaftes 2,5D-Coop-Abenteuer

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Alleine oder mit Freunden bei wunderschöner Grafik und malerischer Musik rätseln: Trine 4 ist ein kooperativer Platformer mit physikbasierten Puzzles und drei sympathischen Helden. Selten hat es mehr Spaß gemacht, zusammen zu knobeln!

Ein Test
von
Marc Sauter veröffentlicht am
8. Oktober 2019, 14:00 Uhr

Unsere drei Recken in Trine 4
(Bild: Frozenbyte, Screenshot: Golem.de)

Ein typisches Rätsel in Trine 4 klingt ungefähr so: “Du hebst das hoch und du schiebst das drunter und ich hüpfe dort – das könnte klappen, glaube ich … doch nicht … aber vielleicht … nein … oh Mann, ja – sind wir blöd.” Denn erneut knobeln wir alleine oder mit mehreren Freunden, wie wir den jeweiligen Abschnitt bewältigen. Trine 4 ist wie der erste und der zweite Teil der Serie ein 2,5D-Sidescroller, wir bewegen uns also von links nach rechts. Trine 3 hingegen war dreidimensional, kam wegen der fummeligen Steuerung und des abrupten Endes aber nicht gut bei den Fans an.

Inhalt:

  1. Trine 4 im Test: Traumhaftes 2,5D-Coop-Abenteuer
  2. Wunderschöne Optik, malerische Musik

Die Story des Vorgängers wird entsprechend ignoriert, stattdessen machen wir uns auf in neue Abenteuer: In Trine 4 – The Nightmare Prince werden unsere Helden von der Astralakademie zur Hilfe gerufen, denn der junge Prinz Selius leidet unter Albträumen. Weil der Adelige über magische Fähigkeiten verfügt, verselbstständigen sich die Monster aus seinen Träumen – klar, dass wir uns um die Auswüchse kümmern müssen. Die Geschichte ist dabei weitgehend vernachlässigbar, sie verknüpft aber die fünf Akte charmant, zumal die (auf Wunsch deutschen) Sprecher der Vorgänger wieder mit dabei sind.

Erneut sind wir mit drei Charakteren unterwegs: Amadeus der Zauberer kann Kisten beschwören und Objekte teleportieren, Pontius der Ritter vermöbelt Feinde und nutzt seinen Schild auf vielfältige Weise, und Zoya die Diebin hat einen Bogen sowie einen Greifhaken. Wer alleine spielt, wechselt per Knopfdruck die Figur, beim gemeinsamen Spielen hingegen übernimmt jeder eine davon. Das macht Trine 4 zu einem der derzeit besten Coop-Platformer, weil es schlicht extrem unterhaltsam ist, zusammen Rätsel zu lösen und Abschnitte zu bewältigen. Das klappt erfreulicherweise lokal und online.

Amadeus, Pontius und Zoya lernen im Verlauf der Story ständig neue Fähigkeiten: Der Zauberer etwa schnappt sich später auch Gegner per Magie und lässt sie in giftige Dämpfe fallen, der Ritter kann mit seinem Schild segeln und Zoya friert per Eispfeil ein Gewässer ein. Generell war Entwickler Frozenbyte bei den Physik-Puzzles wieder sehr einfallsreich, alle Elemente sind vertreten: Wir lenken Lichtstrahlen um, lassen Wasser auf Mühlräder tropfen, elektrifizieren Schaltungen, verschieben Magneten oder müssen schlicht Schalter beschweren. In den meisten Fällen gibt es mehrere Lösungen und üblicherweise fallen diese so aus, dass wir uns sicher sind, die komplizierteste und verrückteste umgesetzt zu haben.