Bundeskartellamt: Telekom und Ewe dürfen zusammen Glasfaser ausbauen

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Mit hohen Auflagen hat das Bundeskartellamt wesentliche Teile der Glasfaser-Kooperation zwischen Telekom und Ewe genehmigt. Die Partner haben sich noch nicht dazu geäußert.

Artikel
veröffentlicht am
5. Dezember 2019, 16:40 Uhr,
Achim Sawall

Glasfaser der Deutschen Telekom
(Bild: Deutsche Telekom)

Das Bundeskartellamt hat wesentliche Teile der Glasfaser-Kooperation zwischen Telekom und Ewe unter Auflagen genehmigt. Wie der Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), Jürgen Grützner, erklärte, habe das Kartellamt weitreichende Zusicherungen zu Ausbau und Zugang für dritte Unternehmen zum neuen Glasfaser-Netz verlangt, da die Kooperation erhebliche Auswirkungen auf den Wettbewerb in Norddeutschland haben werde.

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Zudem wurde die Möglichkeit für das Gemeinschaftsunternehmen auf nicht geförderte Gebiete beschränkt, um anderen Unternehmen Investitionen im Kooperationsgebiet nicht zu erschweren.

Damit sei eine wichtige Teilentscheidung gefallen. “Formal folgt nun die Entscheidung zum Fusionskontrollverfahren durch das Bundeskartellamt, mit dem im Januar gerechnet wird”, sagte Grützner.

300.000 Anschlüsse mit Glasfaserkabeln bis zum Endkunden sollen laut Bundeskartellamt in den nächsten vier Jahren ausgebaut werden. Eine Konzentration auf Kabel oder städtische Gebiete soll unterbleiben. Bis zum Jahr 2022 sollen gleichwertige Vorleistungsprodukte angeboten und nachweislich zu einem signifikanten Anteil vermarktet werden, damit Open Access nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch in marktüblicher Weise angeboten wird.

Glasfaser Nordwest will bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Firmen in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und in Bremen mit Internet versorgen. Beide Partner gehen von einer Investitionshöhe von bis zu zwei Milliarden Euro über einen Zeitraum von rund zehn Jahren aus.

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