Google: Chrome 83 erscheint mit DNS über HTTPS

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Der Chrome-Browser bekommt außerdem noch eine Vielzahl Änderungen für die Privatsphäre sowie neue Metriken für die Leistung einer Webseite.

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veröffentlicht am
20. Mai 2020, 15:30 Uhr,
Sebastian Grüner

Der Chrome-Browser bietet nun DoH und einigen weitere Sicherheitsfunktionen.
(Bild: Chris Ratcliffe/Getty Images)

Nach langen Tests und Experimenten unterstützt die aktuelle Version 83 von Googles Chrome-Browser erstmals auch offiziell das neue und verschlüsselte Protokoll DNS über HTTPS (DoH), wie das Chrome-Team in seinem Blog mitteilt. Die Konkurrenz von Mozilla unterstützt DoH im Firefox-Browser schon etwas länger, Google geht hier aber zumindest anders vor als Mozilla.

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Während Mozilla in den USA DoH im Firefox standardmäßig mit den Cloudflare-Resolvern einsetzt, wählt Google eine Art transparente Migration des alten, unverschlüsselten DNS auf das neue DoH, bei dem der DNS-Anbieter nicht gewechselt wird. Das heißt, sofern schon jetzt alternative Resolver genutzt werden, wird Google automatisch auf dessen DoH-Angebot wechseln, falls dies verfügbar ist.

Ein spezielle Heuristik oder ein Testen dieser Funktion gibt es aber noch nicht. Vielmehr sind im Quellcode die Anbieter Google, Cloudflare und IBMs Quad 9 fest eingestellt. Alternativ dazu können aber auch selbst weitere DNS-Anbieter einfach ausgewählt werden. Dazu gibt es nun eine eigene Schaltfläche in den Browser-Optionen. Das Curl-Projekt pflegt auf Github eine Liste mit DoH-Resolvern.

Zusätzlich zu DoH bietet Chrome in der aktuellen Version eine Reihe weiterer Verbesserungen an den Privatsphäre-Einstellungen. So soll die Verwaltung von Cookies oder Berechtigungen für Seiten einfacher sein. Ebenso verweist der Browser auf eventuell gehackte Zugangsdaten oder auf schadhafte Erweiterungen. Der Browser blockiert außerdem Third-Party-Cookies im Privaten-Modus, eine Funktion die der Firefox auch schon seit Jahren bietet.

Mit der aktuellen Version führt Google außerdem die sogenannten Web-Vitals ein. Dabei handelt es sich um eine neue Metrik, die n soll, wie gut oder schlecht das Nutzungserlebnis einer Webseite ist. Dies soll explizit für kritische Signale gedacht sein, die unabhängig von den jeweiligen Details einzelner Webseiten sind.

Dazu gehören das Laden, die Interaktivität sowie auch die Konsistenz der Sichtbarkeit von Webseiten-Elementen. Details dazu fasst Google in einem Blogeintrag zusammen. Die Ergebnisse dazu werden im UX-Report der Webwerkzeuge von Google dargestellt.

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