Elektroauto: Karma Automotive steht offenbar vor Insolvenz

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Karma Automotive soll wieder einmal finanzielle Probleme haben. Das Elektroauto-Unternehmen soll bald einen Insolvenzantrag stellen müssen.

Artikel
veröffentlicht am
26. Juni 2020, 9:55 Uhr,
Andreas Donath

SC1 Vision Concept von Karma
(Bild: Karma)

Nach einem Medienbericht muss der Elektroautobauer Karma Automotive bald die Insolvenz erklären und in das Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 11 gehen.
Das berichtet die Website Jalopnik unter Berufung auf mehrere Personen innerhalb des Unternehmens, die mit dem Vorgang vertraut sind. Die Belegschaft soll nun auf 38 Mitarbeiter reduziert werden, nachdem es schon Mitte Mai eine Entlassungswelle gegeben haben soll. Eine Insolvenz nach Chapter 11 kann immerhin helfen, das Unternehmen zu sanieren, was jedoch vom Geschäftsmodell abhängig ist.

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Jalopnik ist dem Unternehmen bereits seit Monaten auf der Spur und berichtete im April 2020, dass die technischen Spezifikationen der geplanten Fahrzeuge erfunden seien und es sich bei den präsentierten Prototypen lediglich um Blender gehandelt haben soll. Karma Automotive hat als Hauptinvestor das chinesische Unternehmen Wanxiang

Noch im Januar 2020 wurde ein Elektro-Pick-up für den US-Markt angekündigt, das auf einer neuen Allradantriebsplattform aufbauen und auch für ein SUV verwendet werden sollte.

Auf der Los Angeles Motor Show 2019 hatte Karma Automotive gar einen Supersportwagen mit Elektromotor vorgestellt. Der SC2 soll rein elektrisch angetrieben werden und 820 kW erreichen.

Das Unternehmen, das früher als Fisker auftrat, meldete 2013 schon einmal Konkurs an und wurde von dem chinesischen Konzern Wanxiang und dem Akkulieferanten A123 übernommen. Das ehemals als Karma vertriebene Fahrzeug wurde modifiziert, in Revero umbenannt und wieder auf den Markt gebracht. Es handelt sich um einen Plug-in-Hybriden.

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